Rezession im „Musterländle“: Wir müssen den Abstieg stoppen. Jetzt.
C: TungArt7
Früher war Baden-Württemberg der Wachstumsmotor Deutschlands. Wenn der Bund hustete, strotzten wir vor Kraft. Heute ist es umgekehrt: Wir sind das Sorgenkind. Die aktuellen Zahlen für 2024 und 2025 zeichnen ein düsteres Bild, das jeden alarmieren muss, dem der Wohlstand unserer Heimat am Herzen liegt:
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Wirtschaft schrumpft: Unser Bruttoinlandsprodukt ist 2024 bereits um 0,4 % gesunken. Im ersten Halbjahr 2025 ging es preisbereinigt weiter bergab (-0,8 %). Das ist keine Delle, das ist eine handfeste Rezession.
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Insolvenz-Welle: Immer mehr Betriebe geben auf. Allein im ersten Quartal 2025 stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Südwesten um über 12 % im Vergleich zum Vorjahr.
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Jobverlust in der Kernindustrie: Seit Jahresbeginn 2025 haben wir in unserer stolzen Metall- und Elektroindustrie fast 14.000 Arbeitsplätze verloren.
Das sind keine abstrakten Statistiken. Hinter jeder Insolvenz steht ein gescheitertes Lebenswerk, hinter jedem verlorenen Job ein Familienschicksal. Wir erleben eine Deindustrialisierung auf Raten.
Die Ursachen sind hausgemacht
Es ist zu einfach, alles auf die Weltlage zu schieben. Die Wahrheit ist: Wir haben uns Fesseln angelegt, die uns jetzt in den Abgrund ziehen. Unsere Unternehmen ersticken in Bürokratie, zahlen weltweit Spitzensteuersätze und leiden unter Energiekosten, die im internationalen Wettbewerb tödlich sind.
Mein 3-Punkte-Sofortprogramm gegen den Abstieg:
1. Belastungsmoratorium: Kein neues Gesetz für 5 Jahre!
Jedes neue Gesetz, jede neue Verordnung aus Stuttgart oder Berlin kostet Zeit und Geld. Ich fordere ein Bürokratie-Moratorium: Für die nächsten fünf Jahre darf keine neue Belastung für die Wirtschaft beschlossen werden. Für jede Regelung, die wir behalten wollen, müssen zwei alte gestrichen werden („One in, two out“). Lassen wir unsere Unternehmer wieder arbeiten, statt Formulare auszufüllen!
2. Steuern runter: Investitionsanreize schaffen
Warum sollte ein Unternehmen heute in Baden-Württemberg investieren, wenn es in den USA oder Asien mit offenen Armen und niedrigen Steuern empfangen wird? Wir brauchen eine Unternehmenssteuerreform, die die Gesamtbelastung auf maximal 25 % deckelt. Zusätzlich müssen wir die Superabschreibung für Investitionen in Maschinen und Digitalisierung sofort und dauerhaft einführen. Wer investiert, muss steuerlich belohnt werden.
3. Fachkräfte: Leistung muss sich lohnen
Wir haben einen absurden Zustand: Unternehmen suchen händeringend Leute, aber Mehrarbeit lohnt sich für viele Arbeitnehmer kaum, weil der Staat sofort abkassiert. Wir müssen Überstunden steuerfrei stellen und die kalte Progression endgültig abschaffen. Wer anpackt und den Karren aus dem Dreck zieht, soll am Ende des Monats auch deutlich mehr Netto auf dem Konto haben.
Mein Fazit
Baden-Württemberg hat alles, um wieder an die Spitze zu kommen: Weltklasse-Ingenieure, fleißige Facharbeiter und einen innovativen Mittelstand. Was fehlt, ist eine Politik, die diese PS auf die Straße lässt. Wir Freie Demokraten wollen kein Land, das den Mangel verwaltet, sondern eines, das wieder Wachstum schafft. Stoppen wir den Abstieg.